Whisper : Ausgezeichnet mit dem Jugendliteraturpreis Segeberger Feder 2006/Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2006, Kategorie Preis der Jugendlichen

Abedi, Isabel, 2005
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Medienart Buch
ISBN 978-3-401-05369-1
Verfasser Abedi, Isabel Wikipedia
Systematik JR - Reisen und abenteuerl. Erzählungen
Interessenskreis Myster 5b2 ie-Liebhaber, Junge Erwachsene, Jugendliche
Schlagworte Fantasy, Mysterie Romance
Verlag Arena
Ort Würzburg
Jahr 2005
Umfang 275 S.
Altersbeschränkung keine
Auflage 4. Aufl.
Sprache deutsch
Verfasserangabe Isabel Abedi
Annotation Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/);
Autor: Erich Perschon;
Annotation: Spannender, psychologisch stimmiger Kriminalroman mit Thriller- und Mystery-Elementen (ab 13)
Rezension: Die Farbsignale des Buchcovers deuten schon auf Geheimnis, Geister und Magie hin - "Whisper" lässt einen erschaudern, bevor man noch zu lesen begonnen hat. Doch zunächst bleibt alles friedlich. Nur etwas irritieren die Textstellen am Beginn jedes Kapitels. Da schreibt jemand ein Tagebuch - Eliza, 3. Juli 1975. Es eröffnet sich eine geheimnisvoll angedeutete Geschichte neben der eigentlichen Erzählung vom Ferien-Umzug der Mutter-Kind-Familie samt unauffällig homosexuellem Freund der Familie in ein altes verstaubtes Ferienhaus in der dörflichen Einschicht.
Das Haus strahlt aber von Beginn an etwas Unheimliches aus und als die 16-jährige Noa erfährt, dass ein 18-jähriges Mädchen vor dreißig Jahren auf dem Dachboden ermordet wurde, beginnt sie ihre hartnäckige Recherche nach den Hintergründen des Verbrechens. Dass dabei entscheidende Hinweise vom Geist der Ermordeten selbst während mehrerer spiritistischer Sitzungen kommen, macht den im Trend liegenden mystisch-magischen Gehalt der Geschichte aus. Mit fortschreitender Handlung werden aus den Tagebuch-Eintragungen immer mehr die Familienumstände und die letzten Tage des ermordeten Mädchens erkennbar. Noas Nachforschungen im Dorf dagegen stoßen auf Schweigen und Ablehnung. Besonders die Suche nach dem damals verschwundenen Tagebuch des Mädchens provoziert mehrere gefährliche Zwischenfälle, die offensichtlich die Aufklärung des Verbrechens verhindern sollen. Schritt für Schritt werden Verdrängungen und Lebenslügen der hauptbeteiligten Dorfbewohner und damit ihre Familiengeschichte aufgedeckt.
Daneben bahnt sich für Noa die erste große Liebesbeziehung mit dem Sohn des Wirtes an, dessen Onkel immer mehr in den Mittelpunkt des Mordverdachts gerät. Die Mutter, eine berühmte und um neue Männerbeziehungen bemühte Filmschauspielerin ist dagegen weniger zurückhaltend als ihre Tochter und bringt mit ihrem Auftreten Aufregung in die Männerwelt des Dorfes. Außerdem bietet sie immer wieder einen Reibebaum für ihre Tochter, die ihre jugendlich agierende Mutter nicht nur um ihre äußere Erscheinung beneidet, sondern auch im Vergleich zu ihrer eigenen ersten großen Verliebtheit die neue leidenschaftliche Beziehung ihrer Mutter verarbeiten muss. Diese Beziehungsaspekte und Konflikte werden aber immer wieder durch weitere Schritte in der Aufklärung des Mordfalles in den Hintergrund gerückt, bis es schließlich zu einem Showdown am Schauplatz des damaligen Mordes kommt, wo sich nicht nur die Mörderin zu erkennen gibt, sondern auch das Schicksal des ermordeten Mädchens aufklärt.

Der Autorin gelingt es, ein zumutbares Ausmaß an spiritistisch-esoterischen Zutaten einer spannenden Krimi-Handlung beizumengen und darüber hinaus auch eine Reihe von glaubhaften Charakteren zu zeichnen, die diesen Jugendroman psychologisch stimmig und lesenswert machen.

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Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Melanie Pamin;
Noa und David versuchen in einem kleinen Dorf einen 30 Jahre alten Mord aufzuklären. (ab 14) (JE)

Noa hat eingewilligt, die Ferien gemeinsam mit ihrer Mutter und deren schwulen Freund in einem uralten Haus im Westerwald zu verbringen. Gleich beim ersten Betreten des Hauses spürt Noa, dass es da offensichtlich eine fremde Präsenz gibt. Doch niemand außer ihr scheint das zu bemerken. Nach einer Seance aber, die eigentlich nur als Spiel geplant war, "spricht" der Geist zu ihnen. Er behauptet, ein Mädchen namens Eliza zu sein, das vor 30 Jahren an ihrem 18. Geburtstag auf dem Dachboden des Hauses ermordet worden sei. Gemeinsam mit dem Dorfjungen David will Noa diesem Rätsel um den angeblichen Mord auf die Spur kommen, doch das ist nicht so leicht. Jeder im Dorf scheint etwas zu wissen, aber die beiden jungen Leute stoßen überall auf eine Mauer des Schweigens, doch sie geben nicht auf und bald wird es recht gefährlich.
Die Autorin hat hier eine sehr clevere Zweiteilung vorgenommen. Zu Beginn eines jeden Kapitels lesen wir einen kurzen Tagebucheintrag von Eliza, der so spannend gehalten ist, dass man am liebsten vorblättern möchte, um zu erfahren, wie es weitergeht. Dann aber zieht einen die Geschichte um Noa so in den Bann, dass man Elizas Tagebucheinträge fast völlig vergisst, bis sie einem zu Beginn des kommenden Kapitels wieder vor Augen kommen. Sehr schön gewählt sind die Parallelen zwischen Protagonistin und Geist: gleiches Alter, Interesse für Fotografie, gleiche Lieblingslektüre und ein etwas schwieriges Verhältnis zu Mutter bzw. Vater. Die Figuren wirken sehr realistisch, die Szenen sind so lebendig geschildert, dass man tief in die Handlung eintaucht, ja sogar Gerüche wahrnimmt. Isabel Abedi hat ernste Themen in eine spannende Geschichte verpackt und dem Ganzen einen mysteriösen Touch gegeben. Wunderschönes Titelcover mit einem roten Juwel als Blickfang. Absolut lesenwert.

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Quelle: Bücherschau (Büchereiservice des ÖGB) (http://www.buecherei.at/);
Die sechzehnjährige Noa verschlägt es mit ihrer exaltierten Mutter und einen Freund der Familie in ein kleines, verschlafenes Dorf. Dort haben sie ein altes Haus gemietet. Dieser heruntergekommene Fachwerkbau strahlt eine besondere Stimmung aus, etwas Eigenartiges, nicht Fassbares ist zu fühlen. Es beginnt mit einem Hauch von Parfum ...
In einer Séance meldet sich der Geist eines jungen Mädchens, das in diesem Haus umgebracht worden sein soll. Bald stellt sich heraus, dass hier wirklich vor 30 Jahren ein Mädchen verschwunden ist, und es zur heutigen Situation mit Noa große Ähnlichkeiten gibt. Verhalten sich manche Ortsbewohner deshalb so eigenartig? Noa erlebt, neben der aufregenden Suche nach der Wahrheit, eine scheue Liebesromanze. In einer dramatischen Schlussszene wird der Mordfall geklärt, der Ausgang der Liebesgeschichte bleibt allerdings ungewiss.
Ein spannender Roman - vor allem für Mädchen, die sich mit den Gedanken über die erste Liebe auseinandersetzen wollen.
Renate Oppolzer

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Quelle: STUBE (http://www.stube.at/);
Spätestens seit dem Kult-Geisterfilm "The Sixth Sense" wissen wir, dass es tote Menschen um uns herum gibt und die meisten von ihnen noch was zu erledigen haben. Und so wartet auf Noa der Geist von Eliza, die vor 30 Jahren ermordet wurde. Die bis dato ungeklärte Tat geschah nämlich am Dachboden des uralten Hauses, in dem Noa mit ihrer Mutter, einer berühmten Schauspielerin, die Ferien verbringt. Schon beim ersten Betreten des Hauses liegt etwas Un-heimliches in der Luft - und Tagebucheintragungen von Eliza am Beginn jedes Kapitels nehmen eine mysteriöse Begegnung vorweg. Gemeinsam mit einem Jungen aus dem Dorf beginnt Noa das Schicksal "ihres" Geistes zu recherchieren und stößt dabei auf die Abgründe einer scheinbaren ländlichen Idylle. Ohne große Schockmomente bemühen zu müssen, hält der Genre-Roman die Spannung und erzählt dabei eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung ebenso mit wie die Geschichte einer ersten Liebe.
Bemerkung Katalogisat importiert von: Rezensionen online open (inkl. Stadtbib. Salzburg)
Exemplare
Ex.nr. Standort
6308 JR, Abe

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